"Spüren und Berühren“

Basal stimulierende Sinnesaktivierung bei immobilen Menschen

Alle Menschen haben das Bedürfnis, sich und die Welt zu spüren und mit ihr in Kontakt zusein. Wenn aber Menschen nicht mehr kommunizieren können und die Eigenberührungnicht mehr stattfinden kann, führt dies zu emotionalen und/oder körperlichen Problemen, es sei denn, der immobile Mensch bekommt von außen die Möglichkeit, seinen Körperwieder zu fühlen und über seinen Körper im Informationsaustauch mit der Welt zu sein. Hierbei spielen Bezugspersonen in Pflege und Betreuung eine wichtige Schlüsselrolle. Sie brauchen für diese im Arbeitsalltag praktizierte Kommunikation durch Berührung eine "horchende" und "spürende" Haltung zugleich, auch um die Dosierung von Sinnesangeboten individuell anpassen zu können. Denn gerade Menschen, die immobil oder an Demenz erkrankt sind, haben oft Probleme mit der Wahrnehmungsverarbeitung. Die Autostimulationen mancher Bewohner/innen können uns Wegweiser sein, ihre Bedürfnisse zu erkennen und uns helfen, über Körperberührungen mit diesen Menschen in Kontakt zu kommen, damit sie sich wohler fühlen in ihrer jetzigen Lebenssituation. Im Rahmen dieser Fortbildung werden die Eigenwahrnehmung, das Einfühlungsvermögenund die Selbstfürsorge der Teilnehmerinnen geschult.

Sie lernen im praktischen Tun miteinander die verschiedensten Möglichkeiten basal stimulierender Sinnesaktivierungenkennen und anwenden. Sie erhalten Kenntnisse über die Sensobiographie, lernen die Körpersignale IhrerBewohner/innen besser verstehen und erfahren die Auswirkungen von Berührungen mit Hautkontakt und mit Materialien.

Die Teilnehmenden lernen die Sinnesaktivierung bei immobilen Menschen inAlltagssituationen im Bett, im Rollstuhl, beim Sitzen am Tisch praktisch anzuwenden.Es werden Kenntnisse über basal stimulierende Lagerungen sowie den Einsatz von Naturmaterialien vermittelt. Am zweiten Veranstaltungstag bleibt auch Raum für die Beantwortung von Fragen aus dem Arbeitsalltag und zum Austausch von Erfahrungen ausder Praxis.

Umfang: Zweitägiges Seminar / 16 Unterrichtseinheiten
jeweils 09.00 - 16.00 Uhr
Ort: Bergische Diakonie Aprath
Bildungszentrum
Hofkamp 108
42103 Wuppertal
Dozentin: Petra Klee-Krieger
Fachtherapeutin Demenz
Traumaexpertin in der Altenhilfe
Physiotherapeutin und Heilpraktikerin (Physiotherapie)
Bobath-Therapeutin
Qualified Therapeutic Touch Practitioner
Kosten: 160,00 €, inkl. Mittagsbuffet
Termin: 28.06.2018 bis 29.06.2018

Aktuelles

Es gibt noch freie Plätze in folgenden Fortbildungen für Betreuungskräfte        (§ 43 b, SGB XI):

Chancen und Grenzen der Validation

Sterbende begleiten

Kulturbegleiter für Menschen mit Demenz

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Fortbildungs-Programm